Unsere Erde eine Großraumgarage?

  Unsere Erde eine Großraumgarage? Wohl kaum ...                                                               

Mobilität ist uns Menschen wichtig. Ja, weil wir sie brauchen. Für den leichteren Transport von Gütern oder um unsere eigene durchschnittlich 80 kg Fleischmasse in möglichst vertretbarem Zeitrahmen von A nach B zu bringen. Über 100 Jahre

haben wir uns eine Ressource zu Nutze gemacht, von der wir heute wissen, dass sie uns bald ausgehen wird.

Warum verfallen wir noch immer in den Glauben, wir hätten ein Recht darauf weiterhin die Umwelt mit Abgasen zu verpesten? Mit fadenscheinigen Argumenten werden sündhaft teure SUVs angeschafft - "man muss ja den Einkauf nach Hause bringen", "die Kinder müssen zur Schule gebracht werden" und mein allerliebstes "man will ja in Urlaub fahren".

Nehmen wir eine typische Garage 2,5 m breit, 5 m lang und 2,5 m hoch. Das entspricht einer Grundfläche von 12,5 Quadratmetern und rund 31 Kubikmetern oder 31000 Liter Luft. Jetzt stellen wir in diese geschlossene Garage ein Auto rein und starten den Motor (nur theoretisch - bitte nicht wirklich ausprobieren, es könnte Sie umbringen!). Wie lange dauert es nun bis diese Garage eine lebensfeindliche Umgebung darstellt?
Anfangs merken wir nichts. Nach ein paar Minuten bemerken wir einen Geruch. Nach ein paar weiteren Minuten beginnen wir zu husten - wird unangenehm. Noch ein paar Minuten und es wird uns schwindelig. Danach …. kann sich jeder vorstellen was passiert. Nach ca. 30 Minuten ist Schluss!

Jetzt stapeln wir diese Garage bis zu einer Höhe von 7.000 Metern auf. Das ergibt Platz für 2.800 Autos - ca. die Anzahl an gemeldeten Kfz eines mittleren Dorfes. Wieder in 30 Minuten ist diese "etwas" größere Garage voll mit Abgasen und unbewohnbar. Auf einer Fläche von 12,5 Quadratmetern ist der gesamte Luftraum darüber - also die Atmosphäre - vergiftet.
Wie lange benötigt man nun, um den gesamten Luftraum dieser Beispielgemeinde unbrauchbar zu machen? 2800 Autos für 2800 Haushalte/Einfamilienhäuser mit rund 500 m² Grund.
Unsere Garage mit 12,5 Quadratmetern passt auf eines dieser Grundstücke ca. 40 mal drauf, also 40 Garagen auf 2.800 Grundstücken - sind 112.000 virtuelle Garagen auf der Fläche des virtuellen Dorfes. Und jetzt auf 7.000 Meter Höhe stapeln, ergibt 313,6 Mio. D.h. mit 313,6 Mio. Autos (nur auf Standgas betrieben) rotten wir in 30 Minuten ein 2.800-Seelen-Dorf aus.

Aber das stimmt ja nicht! Eh klar, wer fährt schon mit Standgas - drehn wir mal ordentlich auf! Das geht doch viel schneller.

Aber das stimmt ja immer noch nicht! Eh klar, denn unsere Autos füllen die Garage ja nur zu 1/3, die anderen 2/3 erledigen Industrie und Hausbrand!

D.h. eigentlich schafft man das schon mit knapp 100 Mio. Autos in 30 Minuten ein 2.800 Seelen-Dorf auszurotten (mit Standgas!). Oder wir drehen den Motor auf doppelte Drehzahl, reduziert die Anzahl auf knapp 50 Mio. Autos.

In Österreich sind 6 Mio. Autos unterwegs. D.h. diese 6 Mio. benötigen 100 * 30 /6 = 8,3 Stunden um unser Dorf auszurotten. In dieser Zeit ist der gesamte Luftraum bis 7.000 Meter über unserem Dorf voll. Setzt voraus unsere virtuellen Bürger können 7.000 Meter hoch fliegen, ansonsten haben wir sie schon bei einer Abgashöhe von rund 2 Metern verloren.

Spinnen Sie den Gedanken weiter … eine 280.000-Seelen-Stadt, ein 2,8 Mio. Seelen-Bundesland, ein Staat, ein Kontinent, die ganze Welt.

Seit über 100 Jahren holen wir eine Ressource aus dem tiefen Boden, die die Natur aus gutem Grund tief in der Erde versteckt hat, um sie aus dem ökologischen Kreislauf an der Oberfläche fern zu halten.
Wir verbrennen das Zeug und füllen unsere geschlossene Atmosphäre in großem Stil mit den Abgasen, die in diesem Lebenskreislauf an der Oberfläche nichts zu suchen haben. Bäume und Pflanzen binden zwar CO2 - das System Natur ist aber auf eine begrenzte Menge im Kreislauf an der Oberfläche ausgerichtet. Noch dazu sind wir so klug und holzen und roden die so wichtigen Flächen ab.
Unsere Erde hustet bereits! Und das sollten wir wahrnehmen. Jeder Einzelne ist aufgefordert etwas zu tun - bei sich selbst zu beginnen!

Wir haben Beine und Fahrräder für unseren Einkauf. Unsere Kinder ebenso. Für den Schulweg und zur Arbeit gibt es öffentliche Verkehrsmittel. Und wo das begründet nicht möglich ist, hat unsere tolle Wissenschaft schon vor über 100 Jahren das Elektroauto erfunden.
Ja, aber Urlaub? Niemand muss verzichten. Es gibt die Bahn oder ein Auto zu mieten für das jährliche Urlaubsevent ist billiger als sich selbst einen Großraum SUV, fahrendes Wohnzimmer oder sonstige überdimensionierten Unnötigkeiten zu halten.

Wir sind es unseren Kindern & Enkelkindern einfach schuldig, ihnen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen! Das muss es uns wert sein - es rechnet sich für unsere Kinder.

Nicht warten bis die Anderen, die Politik oder Konzerne was tun - JETZT SELBST ETWAS TUN!

Be electrified!