Erfahrungen und Tips für künftige E-Fahrer

6.11.2011 (gefahrene km 2.697)

 

Rekuperation ist toll aber Achtung !

Die Bremswirkung durch die Rekuperation ist schon beachtlich und nicht vergleichbar mit der Motorbremse eines konventionellen Fahrzeugs. Was zum Problem führt, daß der nachfolgende Verkehr nicht unbedingt damit rechnet, daß der Vordermann gerade stärker bremst. Denn trotz starker Motorbremse leuchten die Bremslichter nicht !
Es wäre daher sinnvoll, wenn die Hersteller bei Verwendung von Rekuperation (bezogen auf den E-Motor) ab einer bestimmten Leistung automatisch auch die Bremslichter ansteuern. Somit ist der nachfolgende Verkehr über das (indirekte) Bremsmanöver "informiert".
Ich hatte schon mehrfach das Erlebnis, daß der Hintermann(frau) relativ spät bemerkte, daß ich langsamer wurde und da gab's schon ein paar überraschte Gesichter im Rückspiegel und Schweißausbrüche meinerseits.

Tesla Roadster benutzt nur eine Phase

Auch wenn's in der Betriebsanleitung steht sei es nochmal erwähnt. Der Roadster benutzt trotz Anschluß an einer Drehstromdose nur eine (!) Phase. Das sollte man jedenfalls bedenken. Eine Idee entstand bei einer Diskussion mit Roadster-Besitzer - man könnte die 3 Phasen bei gleichbleibender Spannung (230 oder 400) wieder auf eine zusammenführen. Bleibt nur die Frage wie das Tesla-Ladegerät ggf. auf 64A (bei 2 Phasen) oder 96A (bei 3 Phasen) reagiert. Damit würde man die Ladezeiten jedenfalls drastisch reduzieren. Vielleicht findet sich ein Bastler.


1.9.2011 (gefahrene km 510)

Halte deinen linken Fuß im Zaum !
Ist wirklich gewöhnungsbedürftig keine Kupplung zu haben. Trifft natürlich auch für jedes Automatik-Fahrzeug zu. Das Pedal, welches man dann erwischt ist die Bremse und wer schon mal versucht hat mit dem linken Fuß zu bremsen ... Überraschung ... da hat man wenig Gefühl beim Bremsen.

Auf der anderen Seite entsteht dann die Herausforderung, wenn man wieder mit einem konventionellen Auto fährt, daß man dran denkt wieder zu kuppeln. Vor kurzem ist mir mein Diesel einfach im 6. Gang abgestorben, als ich bei rund 10 km/h an ne Kreuzung fuhr.

 

Aufmerksamkeit verdoppeln und auf die übrigen Verkehrsteilnehmer achten !
Elektrofahren ist echt leise ! Und viele Leute unterschätzen das. Schon bei den ersten Fahrten sind mir welche unachtsam auf die Straße "gesprungen". Nichtsdestotrotz will ich keinen künstlichen Sound in Elektrofahrzeugen haben. Lärm macht krank und wenn wir schon die Chance haben geräuschreduziert mobil zu sein, dann sollten wir das auch nutzen. Verkehrsteilnehmer sollten dringend lernen wieder die Augen zu benutzen, die Ohren sind kein Ersatz dafür.

Eine weitere Herausforderung trifft vermutlich nur E-Fahrer mit auffälligen Fahrzeugen - die Leute schauen, was ja ok ist. Das muß man lernen nicht zusehr wahrzunehmen, da man sich dadurch sehr schnell vom Verkehrsgeschehen ablenken läßt.

 

Entladung der Batterie ist kein Problem

Stehzeiten ohne Steckdose sind nach meinen ersten Praxiserfahrungen überhaupt kein Problem. Über 8-10 Stunden ist überhaupt keine reduzierte Reichweite merkbar und selbst nach ein, zwei Tagen nicht.

 

Rekuperation ist ne tolle Sache

Die meisten E-Fahrzeuge verfügen über dieses System. Dh, wenn man vom Strompedal geht wirkt die Motorbremse. Diese ist etwas stärker als bei konventionellen Autos. Die dadurch rückgewonnene Energie wird wieder in die Batterie gespeist und verlängert so die Reichweite. Die Reichweitenanzeige gibt also in den wenigsten Fällen die tatsächlich gefahrenen Kilometer wieder.

 

Euer TeslaTester