Wavetrophy 2013 - Tag 8 - Schweiz so weit das Auge reicht

5.7.2013 - Schweizer Landschaft, engagierte Orte und Bürger soweit das Auge blicken kann                                                    

Streckenlänge: 128 km von Rorschach über St. Gallen, Gossau, Will und Aadorf nach Baden.

Heute begann der Tag ganz interessant. Einerseits war ich selten so froh eine Jugendherberge verlassen zu können. Wenn man für den Check-In in den zweiten Stock geschickt wird, im Eingangsbereich sich die Duschen befinden und im Keller der Aufenthaltsraum, dann sollte man umkehren.

Irgendwas ist da bei den 70er-Jahre Betonklotzbauten falsch gelaufen. Andererseits waren wir bei der schweizer Materialprüf- und -forschungsanstalt EMPA geladen. Dort wurde mittels Test unser technisches Wissen über Elektroautos abgeprüft. Zum Beispiel ist in einem Li-Akku gerade mal 1% Lithium enthalten, oder der Energiegehalt in Lithium beinahe gleich jenem von Benzin ist - nur geringfügig kleiner. Die EMPA beschäftigt sich mit hochinteressanten Dingen. Während der Führung zeigte man uns z.B. eine mittels Pilzkulturen modifizierte Violine. Der Pilz frisst sich durch das Holz und erzeugt so zusätzliche Hohlräume, um den Klang zu verbessern. Funktionswäsche, die über den Gesundheitszustand des Trägers Auskunft geben kann, tolle Sache. Was erfinden wir noch alles? Ein sauberes Auto wär gut, ach, Elektroautos gibts ja schon.

Weiter gings dann nach Gossau, wo wir pünktlichst eintrafen bzw. eintreffen mussten. Ab hier durften einige Schüler und Lehrer mit den Teams mitfahren bis nach Aadorf. Grosse Präsentation in Aadorf am Gemeindeplatz zur Musik von ACDC - wie passend für Elektroautos ;)) - und die Schüler bewerteten die Innovation bei den Fahrzeugen.

Danach standen noch 70 km nach Baden auf dem Programm. Auf dem grossen ABB-Platz war dann die Abendveranstaltung organisiert, natürlich mit ordentlich Strom und Futter für alle, danke an ABB für die tolle Organisation und den Nicht-Bratwürsten. Die kleine Stadtführung war sehr kurz, informativ, soweit es halt die kurz Zeit zugelassen hatte. Zumindest wissen wir jetzt wo die Badener bis vor kurzem ihre Gefangen einsperrten und sie ihre Badehäuser mit besonderem Service hatten. Rafael präsentierte dann noch Teile aus seiner Weltumrundung und Anastasia durfte ein wenig von ihrem Land erzählen. Aber auf seiner Homepage gibts die geballte Ladung an Information.

Die zweite Stadtführung bis zur Jugendherberge wäre durchaus interessant gewesen, wenn da nicht bereits der Schlafmangel ordentliche Entzugserscheinungen verursacht hätte. Die junge Dame wollte unbeeindruckt von Protesten unbedingt ihr Programm durchziehen und liess sich nur widerwillig überzeugen. Die Aktion kostete uns sichere 40 Minuten. Bei der Herberge angekommen gabs dann trotz gegenteiliger Info massenhaft Parkplätze, aber ich war zu müde um mich zu ärgern. In dieser Nacht teilten wir uns das Zimmer mit Just married und wieder mit Team Bolt.

Falls sich jemand fragt - nein, bei den vielen Jugendherbergen und Bunkern gibt es im Normalfall keine Handtücher und Platz im Roadster dafür auch nicht. Also neben Steckdosen zu finden, gibts auf der WAVE zusätzliche Challenges zu bewältigen. Man kann z.B. eine Rolle Klopapier verwenden, aber Achtung, die Papierfussel im Gesicht stehen nicht jedermann.

Durch schöne schweizer Landschaft: